Entstehung und Geschichte Bundenbachs ...

Entstehung und Geschichte Bundenbachs ...

Dieser Raum ist uraltes Siedlungsland. Das beweisen die Ausgrabungen des Rheinischen Landesmuseums Trier in den Jahren 1971 bis 1974 auf der Altburg bei Bundenbach. Dort stand von ca. 170 v. Chr. bis um 50 v. Chr. eine späteisenzeitliche Höhenburg des westkeltischen Kulturbereiches. 

Diese Keltenburg wurde zunächst als leicht befestigte Höhensiedlung begründet und erst später mit starken Mauern versehen. Letzte Spuren menschlicher Anwesenheit verlöschen um die Mitte des letzten Jahrhunderts vor Christus.

 
Auf Grund der Ausgrabungen wurde die Altburg im Bauzustand des 1. Jhd. v. Chr. wieder teilweise errichtet und zu einem einzigartigen, frühgeschichtlichen Freilichtmuseum ausgebaut. 
Erstmals konnte der Bebauungsplan einer keltischen Kleinburg vollständig rekonstruiert werden. 

1988 wurde das Freilichtmuseum Altburg eingeweiht und zur Besichtigung frei gegeben.

Die Entstehung des Dorfes Bundenbach dürfen wir in die erste Hälfte des 10. Jhd. legen. Die Wildgrafen, auch Waldgrafen genannt, ließen den Wald roden und gewannen dadurch Eigenland, sogenanntes Herrenland, das man damals "Beunde" nannte. Die Siedlung auf der "Beunde", an einem Bach gelegen, erhielt damit ihren Namen: Bundenbach. Erstmals urkundlich erwähnt wird Bundenbach in einer Teilungsurkunde der Wildgrafen am 14. März 1283.

Die im romantischen Hahnenbachtal gelegene Schmidtburg, Stammsitz der Wildgrafen, wird 1084 erstmals erwähnt. Bundenbach war immer an die Schmidtburg gebunden. 

Das blieb auch so, nachdem der kinderlose Wildgraf Heinrich von der Schmidtburg1324 dem Erzbischof und Kurfürst Balduin von Trier die Schmidtburg mit den dazugehörigen Dörfern als Lehen übergab. Von 1330 bis 1794 gehörte Bundenbach zum kurtrierischen Amt Schmidtburg. 

Die auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Schneppenbach liegende Schmidtburg wurde in den Jahren 1981 bis 1987 weitgehend gesichert und instandgesetzt. Die Schmidtburg gehört zu den ältesten Burgen des Hunsrücks.

Durch den Schieferbergbau und die bedeutenden Fossilienfunde ist Bundenbach weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Sehr früh gibt es bereits Nachweise über die Verwendung des Schiefers im Bundenbacher Raum. So besteht der Schutzwall der Keltensiedlung Altburg aus einer Schiefer-Bruchsteinmauer.

Der erste Schiefergrubenpachtvertrag wird für den Walburgistag 1519 bezeugt: Die Herren von Wiltberg verpachten "ihre Laienkaul unden an Prorschitt ( = Bruschied) uff der Bach gelegen" für 4 Jahre unter anderem an die Bundenbacher Einwohner Peter und Niklas Huppen. 

Im Jahr 1865 gab es auf Bundenbacher Gemarkung noch 21 Schiefergruben. Im Jahr 2000 ist der Tagebau in der letzten Schiefergrube Bundenbachs eingestellt worden. Seither wird nur noch angelieferter Schiefer verarbeitet.

Die 1822 erstmals erwähnte Schiefergrube Herrenberg in der Nähe der Altburg und gegenüber der Schmidtburg hat 1964 ihren Betrieb endgültig eingestellt. 1975 begannen Bundenbacher Bürger in Privatinitiative mit der Erschließung dieser Grube als Schaubergwerk, das 1976 eingeweiht und für Besucher frei gegeben wurde. Diese Attraktion wird durch die Einrichtung eines Fossilienmuseums erweitert, in dem bemerkenswerte Stücke, ergänzt durch alte Fotos und Gebrauchsgegenstände, gezeigt werden.

Zusammen mit Schmidtburg und Keltensiedlung Altburg ergeben sich damit drei dicht beieinander liegende Reiseziele, die auf ausgewiesenen Wegen gut zu erreichen sind und durch ihre Lage an den Hängen des Hahnenbachtals gute Eindrücke der Flora und Fauna eines ziemlich unberührten Tales erlauben.

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last update: 21.10.2014
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