17. Folkfest auf der Altburg
Am Freitag und Samstag, den 12. und 13. August findet in der Keltensiedlung Altburg bei Bundenbach - 10 km nordwestlich Kirn/Nahe - zum 17. Male das Altburg-Festival statt. Mit Sicherheit wird es sich auch in diesem Jahr wieder lohnen, den Weg dorthin einzuschlagen, denn mit abwechslungsreicher Musik und einer tollen Atmosphäre hat diese Freiluftveranstaltung in den vergangenen Jahren viele Freunde gewonnen und sich zu einem festen Kulturangebot auf dem Hunsrück entwickelt.

Wie im vergangenen Jahr wird sowohl am Freitag wie auch am Samstag keltisch-irische FolkMusic geboten. Die gelungene Rekonstruktion der Keltensiedlung Altburg bietet dazu das passende Ambiente.

Unser Programm am Freitag
Den Anfang machen am Freitag, gegen 20.30 Uhr Pipers Dilemma, hinter diesem Namen stecken zwei waschechte Hunsrücker Dudelsackpfeifer: Andreas Beitz aus Denzen und Hermann Mosel aus Stipshausen. Irische und vor allem schottische Tunes bestimmen das Repertoire des Duos. Neben den Great Highland Bagpipes kommen diverse Percussioninstrumente (Snare, Bodhran, Löffel) zum Einsatz. Die beiden Sackpfeifer sind auf der Altburg keine Unbekannten. Schon bei mehreren Festivals in der Vergangenheit boten die Musiker Interessierten die Möglichkeit, bei Dudelsack-Workshops das Lieblingsinstrument der Schotten kennen zu lernen. Auf der Bühne der Keltensiedlung standen die beiden dagegen bisher noch nicht
Es folgt ab etwa 21.00 Uhr Seldom Sober eine siebenköpfige Formation aus dem Saarland. „Wenn wir unsere Musik spielen, dann ist Irland uns ganz nahe!“, so lautet ein Zitat aus dem Booklet des Debütalbums „The Smell of Turf“. Entstanden ist die Band durch eine einmal im Monat stattfindende Session im Landgasthaus Felsenmühle in St. Wendel.

Seit der Gründung Ende `97 haben sich die sieben Musiker, welche allesamt Liebhaber irischer Kultur sind, ein großes Repertoire keltischer Musik erarbeitet.

Mit klarer, voluminöser Stimme werden gefühlvolle Balladen, fröhliche Trinklieder und internationale Folksongs interpretiert. Viele dieser zum Teil sehr alten Stücke wurden bekannt durch die DUBLINERS. Mit Tin Whistle, Querflöte und Uilleann Pipe wird das Publikum durch präzises, melodiöses Spiel auf direktem Weg nach Irland versetzt. Geige, Mandoline und Gitarren kommen sowohl bei den temporeichen Jigs und Reels wie auch bei gefühlvollen Balladen zum Einsatz. Viele Titel sind in der für irische Musik typischen DADGAD-Stimmung arrangiert.

„The Smell of Turf“, die erste CD von „Seldom Sober“, wurde schon mehrmals im Saarländischen Rundfunk vorgestellt. Erste Fernseherfahrungen sammelte die Band am 2002, als sie sich in der 20-minütigen Live-Sendung „Musikzeit“ den saarländischen Zuschauern präsentierte.

Die Gruppe ist in den letzten Jahren regelmäßig zu Gast auf Kleinkunstbühnen wie „Kaffeehaus“ in Ommersheim, „Kulturbahnhof“ in Püttlingen, „Villa Fuchs“ in Merzig, „Planxty“ in Homburg und „Felsenmühle“ in St. Wendel, wo die Band 2002 auch erstmals am internationalen Pfingst-Festival teilnahm

Zum Schluss wird’s heiß mit In Search Of A Rose aus dem Münsterland. Diese Gruppe spielt Folkrock in unverwechselbarer Intensität. Traditional Tunes mit hinter dem Kopf gespielter Mandoline und crunchy Fiddle, derbe Irish Beat-Rohkost zum Melancho Folkpop, lebendig, leidenschaftlich und ganz in der Tradition der Levellers, Waterboys oder Pogues.

Mehr als 500 Konzerte haben In Search Of A Rose im In- und Ausland hinter sich. Drei Alben und eine EP haben die Folk Rocker bundesweit veröffentlicht. Zuletzt folgte Folk-n-Roll, ein Album, mit individueller und rockiger Sprache in unverkennbar druckvoller Manier.

Beeindruckend ist auch die Melancholie mit der die Gruppe gekonnt arbeitet. Moll Arrangements und dennoch keine absolute Traurigkeit. Nachdenklich und zum Teil wütend, manchmal mit einer kleinen Portion Pathos, aber immer wieder und vor allem dadurch auch mitreißend und lebendig.

Unser Programm am Samstag
Der Samstag beginnt um 19.00 Uhr mit der Gruppe Fleadh - sprich "Flah" - das irische Wort für "Fest".

Die Gruppe spielt zusammen seit 1999 vor allem im Südwesten Deutschlands, wo ihre Wurzeln sind. Feste feiern zusammen mit Menschen, die sich bewegen lassen vom lebendigen Rhythmus der irischen Musik - schnelle, rauschende Jigs und Reels, die wie die Brandung an der Küste Wellen werfen - klatschende Hände und tanzende Beine ...

Ruhige Songs erzählen einfühlsam von der Geschichte Irlands und ihrer Menschen, von Liebe und Verrat, von Sturm, Hunger und Krieg, von der Schönheit der Insel und der Fremde jenseits des Meeres.

Auch dorthin brechen wir gemeinsam auf und spielen Lieder aus der Bretagne, aus Schottland und Amerika. Wir freuen uns auf eine vielseitige Darbietung.

Ab etwa 21.00 Uhr werden An Tor spielen. An Tor (gälisch: "die felsige Höhe") ist eine Bergsiedlung in Donegal. Zufällig trafen sich dort 1994 drei der Band-Mitglieder und gründeten 1997 mit den drei anderen die Gruppe An Tor. Seitdem spielten sie auf Bühnen in Deutschland und den benachbarten Ländern, unter anderem bei Tanzveranstaltungen (Céilís). Ihre Musik wurde von Radiostationen in Deutschland, wie HR1, HR2 und SWR1, sowie in Irland (BBC und RTÉ) vorgestellt. 2001 traten sie live bei Raidió na Gaeltachta auf. Das Album "Buds in Winter" wurde im Mai 2002 bei LEISELAUT veröffentlicht.

Mit ihrer zeitgemäßen traditionell-irischen Musik begeistern sie ihr Publikum. Packende Spielfreude und hohes technisches Können zeichnet die Band aus. Sie arrangieren frech und lustvoll traditionelles Material und Eigenkompositionen. Ihre Instrumentierung sorgt für einen authentischen und druckvollen Sound.

Ab 23.00 Uhr hören wir die Connemara Stone Company aus dem Ruhrgebiet. 1995 gegründet, haben die im Irish Folk und speziell im Folk-Rock erfahrenen Musiker sich zum Ziel gesetzt, Irish und Scotish Folk in Verbindung mit moderner Rockmusik im Ruhrgebiet und darüber hinaus zu verbreiten.

In den Jahren 1996 und 1997 hat die Band in diversen Kulturstädten und bei Stadtfesten im Ruhrgebiet aufgeräumt mit dem Klischee des althergebrachten Irish Folk. Rhythmisch und mit viel Gefühl und noch mehr Spaß an der Musik ist den Musikern die Synthese der genialen Werke der Iren, Schotten und Kelten mit dem Beat und dem Geist der neuen Zeit gelungen. Neben diversen Auftritten und Interviews in den lokalen Radiosendern des Ruhrgebiets wurde ihr Video sowie auch Konzertmitschnitte im TV gesendet.

Bei ihrem Auftritt beim Essener Stadt- und Kultur-Festival „Essen Original“, als Vorgruppe für STOPPOK, waren 8.000 Zuschauer restlos begeistert und wurden von der Spielfreude der fünf Musiker förmlich mitgerissen. Auch ihr Auftritt mit WISHBONE ASH hat gezeigt, dass selbst Rock Fans von dieser Gruppe beeindruckt waren.

Alle Gruppen sind unter ihrem Namen im Internet vertreten und halten dort weiterführende Informationen bereit.

Diese musikalischen Höchstleistungen verlangen eine qualitativ hochwertige und ausgeklügelte Versorgung. Stände werden wieder ihre Waren anbieten, für Essen und Trinken wird bekannt gut, reichlich und preiswert gesorgt. Karten gibt es an der Abendkasse und gutes Wetter ist bestellt.

Der Eintritt kostet am Freitag 10 € und am Samstag 15 €, eine Kombi-Karte für beide Tage ist für 20 € erhältlich.

Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass Gäste mit Hunden nicht eingelassen werden. Dies hat schon wegen der ‚feldmäßigen’ Zubereitung von Speisen hygienische Aspekte, ist aber auch darin begründet, dass wir denen unter uns, die Vorbehalte gegenüber Tieren haben, auch einen ungestörten Aufenthalt garantieren wollen. Wir bitten Hundehalter um Verständnis.

 
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last update: 07.09.2010
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