Station auf dem Sirona-Weg

Station auf dem Sirona-Weg

Auf den Spuren der Kelten und Römer - Der Hunsrück-Nahe-Raum gehört zu den frühen Siedlungsräumen der Kelten, die schon im 6. Jahrhundert v. Chr. hier ansässig waren. Aus einer Vermischung mit Germanen entstand der Stamm der Treverer. Nach den archäologischen Funden lässt sich für die folgenden Jahrhunderte eine große Siedlungsgeschichte erkennen.

Mit der Eroberung Galliens durch die Römer wurden auch die Treverer unterworfen. Trotz mehrerer großer Aufstände nahmen sie nach und nach die Kultur und Lebensform der Römer an. Viele Siedlungen und ein dichtes Straßennetz entstanden. Nach verheerenden Germanen-Einfällen begann das römische Leben in diesem Raum im 4. Jahrhundert n.Chr. zu erlöschen, bis es mit der Eroberung der einstigen Kaiserstadt Trier durch die Franken (475 n. Chr.) endete.

Der Sirona-Weg verbindet keltische Höhenburgen und Ringwallanlagen, römische Villen und Hügelgräber, mittelalterliche Bergwerke und viele andere wichtige Stätten der Geschichte des Hunsrücks und des Nahetals auf einer großartigen Wanderroute. 

In einzelne Etappen aufgeteilt erwandert man sich hier nicht nur wesentliche Einblicke in die Lebenswelt von Kelten und Römern vor zwei Jahrtausenden, sondern hat gleichzeitig

auch die Möglichkeit, den landschaftlichen Reiz der weitgehend unberührten Natur von Soonwald, Idarwald und Hochwald in sich aufzunehmen und die direkte Herzlichkeit und Gastfreundschaft ihrer Bewohner kennenzulernen.

Von der Altburg bei Bundenbach bis zur Altburg bei Hoppstädten-Weiersbach - beides befestigte Siedlungen der Kelten - führt der 100 km lange Sirona-Weg durch die Hunsrück-Nahe-Region. Er bindet im Norden an die Ausonius-Straße mit dem römischen Vicus Belginum und im Südwesten an den keltischen Ringwall Otzenhausen an.

Hier blühte zwischen dem 6. vorchristlischen und dem 5. nachchristlichen Jahrhndert ein reiches keltisches und später römisches Leben. Der Sirona-Weg will die Zeugnisse dieser Kulturen an vielen Stationen anschaulich vermitteln. Höhenburgen, rekonstruierte Keltendörfer und Römervillen, Hügelgräber, Heiligtümer und Museen geben dem Besucher einen lebendigen Eindruck des Lebens von Kelten und Römern vor zwei Jahrtausenden.

Eine Statue der gallo-römischen Göttin Sirona wurde in einem Quellheiligtum im Idarwald gefunden. Sie ist die Namensgeberin des Weges.

Sirona war die Beschirmerin von Brunnen, Bächen und Flüssen. Sie wurde von den Kelten und Römern gleichermaßen als Göttin von hohem Rang verehrt. In ihrer religiösen Bedeutung hat sie eine Beziehung zu den Nymphen der griechischen Mythologie.


 
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last update: 31.07.2010
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