Historischer Ortskern Herrstein
Historischer Ortskern Herrstein

 
Vorbildlich restauriertes mittelalterliches Fachwerkstädtchen
Führungen:Vom 01.05. bis 31.10. donnerstags um 16.30 Uhr und samstags um 14.30 Uhr ab Uhrturm.

Führungen für Gruppen ab 10 Personen sind ganzjährig und zu jeder Zeit nach Vereinbarung möglich.

Dauer der Führung: ca. 90 Minuten

Preise
(Euro):
Erw. 2.00 / Kinder (6-16) 1.00
Infos:Touristinformation Deutsche Edelsteinstrasse
Brühlstrasse 16, 55756 Herrstein,
Tel.: 06785-79104, Fax: 06785-79120 oder im Internet

Die neuen Gäste- und Familienkarten ermöglichen es Ihnen, diese Sehenswürdigkeit an der Deutschen Edelsteinstraße zu vergünstigten Eintrittspreisen zu besuchen.

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Vermutlich wurde Herrstein als Burg auf einem Felsvorsprung zwischen 1250 und 1275 von Graf Heinrich von Sponheim zum Schutz seines Eigenbesitzes begründet. Der zudem 1279 erstmals urkundlich erwähnte Hof Herrstein mit einem Ritter Ruther von Heresteyn diente wohl der Versorgung der Burg.

Eine Aufwertung erfuhr der Ort, als der letzte Graf von Sponheim, Johann V., "seinem Dorf" aus wirtschaftlichen Gründen 1428 Stadtrechte verlieh. Seit diesem Zeitpunkt werden in Herrstein auch verschiedene Märkte abgehalten.

Herrstein, an der Deutschen Edelsteinstraße, ist heute insbesondere durch seinen "historischen Ortskern" weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt und Anziehungspunkt für viele Besucher.

Mehr als 50 wunderschön hergerichtete Fachwerkhäuser laden zu einem beschaulichen Bummel durch den Ort ein und bilden alljährlich am 2. Wochenende im September eine einmalige Kulisse für den Kunsthandwerker- und Bauernmarkt.

Der heute herausragende und mehrfach ausgezeichnete "historische Ortskern" ist folgenden glücklichen Umständen zu verdanken: 1674, als während der Pfälzischen Erbfolgekriege Marschall Turenne mit seinen Truppen in bedrohlicher Nähe auftauchten, haben die Einwohner eigenhändig die Stadtmauer abgerissen und sind so der drohenden Zerstörung entgangen.

Auf einem Rundgang durch den Ort besichtigen Sie: den Uhrturm (12./13.Jhdt und einziges mittelalterliches Stadttor der Nahe-Hunsrück-Region, Wahrzeichen von Herrstein), das Heimatmuseum, die Uhrturmgasse, das Schloß mit Schloßkirche, den Schinderhannesturm (hier war er am 10. Juli 1798 für eine Nacht eingekerkert!) sowie die Pfarrgasse.

IDEE - Künstlerdorf: Die Tatsache, dass wegen Überalterung der Bevölkerung nun nach und nach immer mehr der wunderschönen, alten Fachwerkhäuser zum Verkauf angeboten werden, ließ die Idee entstehen, Künstler und Handwerker anzusiedeln, die mit Ateliers, Werkstätten und Läden den historischen Ort zu einem kulturellen Anziehungspunkt für die gesamte Region werden lassen könnten.
In der im Dorfmittelpunkt neu gebauten Gemeindescheune könnten laufend Ausstellungen stattfinden und Symposien und Akademien unter Leitung der Künstler entstehen. Vor allem aber die offenen Werkstätten und Ateliers würden die Kunst und das Kunsthandwerk den Besuchern näher bringen.

Auch für die Darstellung alter Handwerkskunst könnte Herrstein den idealen Rahmen bilden. Der Sitz der Handwerkskammer mitten im Ort ist dabei ein wichtiger Aspekt. Die Chance, eine vergleichbare historische Stätte für so ein Vorhaben zu finden, wird es wohl nicht oft geben.

Aus der Geschichte geht zudem hervor, dass Herrstein bereits im 15.Jhdt. ein blühendes Handwerks-und Handelsstädtchen war. Es gab hier die Zünfte der Wollweber, der Schmiede und Tuchmacher. Im 19.Jhdt. entstanden mehrere Bierbrauereien und eine Tabakspinnerei. Diese Handwerke verschwanden erst Mitte des 20. Jahrhunderts.
Herrstein sucht nun interessierte Künstler und Handwerker und alle, die an der Vision Gefallen finden und dazu beitragen möchten, sie zu verwirklichen. Wir laden Sie ein, unser Dorf einmal zu besuchen, in aller Ruhe einmal die Idylle zu genießen oder vielleicht am zweiten Septemberwochenende zu unserem berühmten "Schinderhannes - Räuberfest" mit großem Kunst- Handwerker und Bauern Markt zu kommen.

Am ersten Wochenende im November findet im Historischen Ortskern der traditionelle Martinimarkt statt.

Tipp: Am 2. Septemberwochenende findet hier in historischem Flair der Kunsthandwerker- und Bauernmark statt.

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last update: 07.09.2010
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